Beteiligungen widerrufen

Haben Sie Fonds – Beteiligungen mit einem Kredit finanziert?

Dann dürfte Sie das Folgende interessieren:

Worum geht es?

In der Vergangenheit wurde insbesondere gut situierten Sparern folgendes Modell angeboten:

Sie erwerben Anteile an einem Immobilien- oder Schiffsfonds. Diese bezahlen Sie jedoch nicht aus liquiden Mitteln, sondern nehmen hierzu einen Kredit auf.

Die vermeintlichen Vorteile: die Ausschüttungen der Fonds sind höher als die Kreditzinsen. Also machen Sie einen schönen „Schnitt“. Außerdem handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung, sodass Sie die Anfangsverluste der Fonds steuerlich absetzen können, sodass sich die Investition in den Fonds (teilweise) selbst refinanziert.

Leider schlug auch hier in den meisten Fällen Murphy`s Gesetz zu: was schief gehen kann, geht auch schief. Die Fonds sind pleite, Haftungsansprüche verjährt, die Darlehensschuld bleibt.

 

Was kann man machen und warum?

Totalverlust ? Nicht unbedingt. Jedenfalls dann nicht, wenn die Bank Ihnen die Fonds vermittelt hat oder aber der Verkäufer des Fonds Ihnen die Finanzierung vermittelte.

Denn hier gibt es einen im Grunde recht interessanten „Trick“, den Schaden auf die finanzierende Bank abzuwälzen.

Die Methode ist unter dem Begriff „Widerrufsjoker“ bekannt. Ab November 2002 bis etwa Juni 2010 haben die Banken versehentlich  Fehler in ihren Darlehensverträgen „eingebaut“. Hintergrund war eine sehr komplizierte und intransparente Gesetzeslage. Diese führt dazu, dass Sie Ihre Darlehen heute noch widerrufen können, auch wenn die Darlehen schon längst zurückgezahlt sein sollten.

 

Was passiert nach einem Widerruf – und was bringt mir das?

Wenn Sie das Darlehen jedoch widerrufen, muss der Darlehensvertrag rückabgewickelt werden. Das ist schön für Sie, denn

  • Die Bank zahlt Ihnen das komplette Darlehen zurück
  • Sie geben an die Bank zurück, was Sie erhalten haben – nämlich die Fondsbeteiligungen (die natürlich wertlos sind)
  • Sie bekommen von der Bank eine Nutzungsentschädigung für alles, was Sie auf das Darlehen bezahlt haben (Zinsen, Tilgung). Das ist u.U. sehr viel Geld.

Das Ganze ist schon über 15 Jahre her – sind meine Ansprüche nicht verjährt?

Nein. Das Widerrufsrecht verjährt nicht, Stichwort „ewiges Widerrufsrecht“.

 

Kommt  ein anstrengender Prozess auf mich zu?

Ja, aber – denn:

Oft haben sich Geschädigte in einem Haftungsprozess gegen die Bank oder gegen den Anlageberater die Zähne ausgebissen. Denn die Beweislast liegt hier meist beim Verbraucher.

Bei der Nutzung des Widerrufsrechts hingegen haben Sie oft die besseren Karten. Sie müssen nur darlegen, dass die Widerrufsbelehrung Fehler enthält. Ob das wiederum der Fall ist, können wir Ihnen sagen.

 

Was kostet das Vorgehen?

Zunächst sichten wir Ihre Unterlagen kostenfrei und geben eine erste Einschätzung ab.

Die Kosten hängen dann vom Streitwert ab.

Die Sache wird für Sie noch interessanter, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen, die schon vor dem Jahr 2010 bestand.

Die Rechtsschutzversicherungen hatten zwar einen Ausschluss für Streitigkeiten aus Kapitalanlagen in ihren Bedingungen enthalten. Allerdings war diese meist unwirksam. Damit muss die Rechtsschutzversicherung auch Ihren Prozess gegen die Bank bezahlen.

 

Welches ist der „interessante“ Zeitraum?

Die Sache ist besonders interessant für Darlehen/Fonds, die vom 2. 11.2002 bis 10.06.2010 abgeschlossen/erworben wurden. Denn zu dieser Zeit waren die meisten Widerrufsbelehrungen der Banken unwirksam.

Sie haben die Fondsbeteiligungen vor November 2002 finanziert?

Auch bei älteren Fonds können Sie widerrufen, aber nur, wenn ein sogenanntes Haustürgeschäft vorlag. Das ist oft der Fall, wenn der Vermittler oder Verkäufer der Fonds zu Ihnen nach Hause gekommen ist; hier kommt es jedoch auf den Einzelfall an.

 

Gilt das auch für „Schrottimmobilien“ ?

Grundsätzlich ja. Nur hat der Gesetzgeber für Darlehen, die von 2002 bis Juni 2010 abgeschlossen wurden, die Widerrufsfrist beschränkt zum 21.06.2016. Sprechen Sie uns dennoch darauf an, es gibt hier möglicherweise weitere „Kniffe“. Interessant ist es immer, wenn ein Haustürgeschäft vorlag, also der „Verkäufer“ bei Ihnen zu Hause war.

 

Muss ich meine Steuervorteile anrechnen lassen?

Hier scheiden sich die Geister. Die meisten Gerichte sagen: nein.

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