Darlehensverträge „auf Vorrat“ widerrufen? Ja, meinen wir!

Nach dem Willen der Regierung soll die Möglichkeit des Darlehenswiderrufs auch rückwirkend versperrt werden, Stichtag wird wohl der 21. Juni 2016 sein.

Wer noch einen Darlehensvertrag aus den ca. Jahren 2003 – 2012 hat, fragt sich, ob er sein Darlehen noch widerrufen soll. Dr. Kollmer, Rechtsanwalt bei CML Equity, meint: tendentiell ja, denn: Damit ist dann die Frist gewahrt und der drohende Verfall abgewendet (aber Vorsicht: ab Widerruf läuft die Verjährung – vereinfacht gesprochen 3 Jahre!). Anschließend kann der Verbraucher/Darlehensnehmer „in Ruhe“ überlegen, wie er nun mit der neuen Situation umgeht.

Es gibt dann zwei Möglichkeiten:

1. der Widerruf ist wirksam: dann befinden sich die Parteien im Rückabwicklungsverhältnis mit allen Rechten und Pflichten, die das nach sich zieht.

oder

2. der Widerruf ist unwirksam: dann war es einfach ein überflüssiges Schreiben ohne rechtliche Folgen. Der Vertrag läuft weiter.

Allerdings: die Bank kann theoretisch negative Feststellungsklage erheben, das ist bislang aber ein extrem seltenes Phänomen.  

Eine Rechtschutzversicherung ist da sehr hilfreich.

Die Empfehlung kann daher nur lauten:

1. Rechtschutz versichern

2. widerrufen

3. anschließend einigen oder im Zweifel gerichtlich klären

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