OLG Frankfurt: „bitte Frist im Einzelfall prüfen“ führt zur Unwirksamkeit (Urteil vom 27.01.2016 AZ. 17 U 16/15)

Dr. Gero Kollmer, Rechtsanwalt bei CML Equity LLP, teilt mit: eine von Sparkassen in der Vergangenheit sehr oft verwendete Widerrufsbelehrung wurde durch das OLG Frankfurt – wiederholt – als unwirksam erkannt.  

Diese enthält sowohl die Formulierung „Die Frist beginnt frühestens …“ als auch weitere Fußnoten ( „Bitte Frist im Einzelfall prüfen“) und Leerstellen, die oft nicht ausgefüllt wurden.   Weiterhin war in dem vorliegenden Fall von Bedeutung, dass die Sparkasse in der Widerrufsbelehrung – überflüssigerweise – Ausführungen zu „Finanzierten Geschäften“ macht.

Das Urteil bestätigt Rechtsprechung verschiedener Landgerichte, u.a. Wiesbaden.

Weitere Urteile zu ähnlichen Widerrufsbelehrungen:

 

LG Dortmund, Urteil vom 17. April 2015 – 3 O 309/14

LG Düsseldorf, Urteil vom 17. März 2015 – 10 O 131/14

LG Köln, Urteil vom 26. Februar 2015 – 15 O 454/14

LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 27. Oktober 2014 – 10 O 3952/14

LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 29. September 2014 – 6 O 2273/14

LG Wuppertal, Urteil vom 04. April 2014 – 17 O 349/13 –,

OLG München, Urteil vom 21. Oktober 2013 – 19 U 1208/13 –

LG Wiesbaden Urt v 18.12.2014 Aktenzeichen: 9 O 95/14 

Ebenso LG Wuppertal, Urt. v. 04.04.2014 – 17 O 349/13.

Brandenburgisches OLG,  Urteil vom 17. Oktober 2012 – 4 U 194/11 –

LG Köln Urt. v. 26.02.2015 Aktenzeichen: 15 O 454/14;

 LG Düsseldorf Aktenzeichen 10 O 131/14 Urteil vom 17.03.2015 verurteilt Sparkasse Neuss

OLG Frankfurt, Urteil vom 08. Februar 2012 – 19 U 26/11

OLG Frankfurt Urteil vom 27.01.2016 Az. 17 U 16/15

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